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Herzschmerz - zu spaet

Ich frage mich ob ich die einzigste auf diesem Planeten bin, die eine leidenschaftliche Beziehung beendet hat, und es nun nach ueber 2 Monaten zutiefst bereut.

Zu erkennen, dass man einen so massiven Fehler gemacht hat und nun nicht mehr zurueck kann, weil man den anderen sehr verletzt hatte, hinterlaesst nichts als Hilflosigkeit und Trauer.

Zwei ganze Monate habe ich mich auf einem Trip der Selbstbestaetigung gefunden, fuehlte mich frei, und habe mich auch getragen lassen von einer nicht unbedingt kleinen Welle der Wut.

Ich bin nicht umsonst aus der Beziehung raus, wir hatten harte Zeiten hinter uns. Aber nun zu erkennen, dass man diesen Menschen immer noch liebt, zerfetzt mich innerlich. Ich habe einen Fehler gemacht und nun muss ich die Konsequenzen tragen.

Warum erkennt man so haeufig im Leben den Wert des Anderen erst so richtig wenn es schon vorbei ist.   

9.2.15 19:31


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Bin da

Ich wurde in eine Welt voller Ablehnung hinein geboren. Mein Vater suchte schon vor meiner Geburt das Weite, meine Mutter verschwand Stunden nachdem sie entbunden hatte ebenfalls. Nun lag ich also da, ich armer Wicht. Keiner der mich wollte! Insgesamt verweilte ich an die 8 Wochen im Krankenhaus, danach wurde klar, Mutter kommt nicht mehr, die Kleine kommt ins Heim.

 Ich wurde zur Adoption freigegeben. Und da ich ein äußerst hübsches Kind war, fanden sich als ich an die 10 Mon. alt war, auch schon bereitwillige Adoptiveltern. Wie dem auch sei, nach dem dt. Adoptionsgesetz werden vor der endgültigen Weitergabe in eine fremde Familie die eigenen Verwandten nochmals befragt, ob sich nicht doch einer erbarmt, sich der Kleinen anzunehmen.

Die Schwestern meiner Mutter leisteten Überzeugungsarbeit bei meiner Großmutter mütterlicherseits und mit 11 Monaten kam ich dann als Pflegekind raus aus dem Heim und rein in meine blutsverwandte Familie.

Ich war trotz allem ein unkompliziertes Kind, so sagt man. Habe ständig gestrahlt, gelacht und war schon damals sehr dickköpfig. Bis auf das ich mit 11 Monaten noch nicht einmal sitze konnte, das lag an der fehlenden Zuwendung im Heim, war ich ein ganz normales Kleinkind.

Wie viele andere auch, kann ich mich nicht an alles mögliche erinnern in dieser Zeit, meine Erinnerung geht aber trotzdem erstaunlich weit zurück. Ich kann heute noch vor mir sehen wie ich laufen lernte. Ich muss schon jenseits der 1 Jahresmarke gewesen sein, da ich ja körperlich ein wenig unterentwickelt war. Es war im Garten unseres Hauses, ich hielt ein Seil in der Hand. Ganz fest in der klitzekleinen festen Hand. Das andere Ende des Seiles teilte ich mit meiner Tante Biggi. Man erzählte mir, dass ich eigentlich schon laufen konnte, ich aber immer  eine Hand etc. brauchte um das zu tun. Ohne Hand an der ich mich festhalten  konnte , setzte ich mich stur auf den Hosenboden. Also bediente man sich eines Tricks, und zwar die des Seiles. Um diese Erinnerung abzuschließen, ich weiß nur noch wie ich weiter stapfte, mit dem Seil in der Hand bis ich irgendwann mal sah, dass meine Tante nicht mehr am Seilende war. Das war der Tag an dem ich Laufen lernte. 

1.2.15 23:20


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